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Die
Gründe warum eine Low Cost-Airline billiger
fliegt als Lufthansa & Co: - kein oder stark eingeschränkter Bord-
und Bodenservice. Für den obligatorischen Snack
und Kaffe an Bord muss extra bezahlt werden. Daher
auch der Name No-Frills-Airline (= Fluggesellschaft
ohne Schnickschnack)
- Flugbuchungen sind nur über das Internet
oder über ein Call-Center möglich, Provisionen
an Reisevermittler entfallen somit für die
Fluggesellschaft, dadurch natürlich auch keine
unabhängige Beratung.
- Nur Punkt zu Punkt-Flüge und dies häufig
nach kleineren, Provinzairports mit geringeren Start-
und Lande-Gebühren, die allerdings vom Zentrum
weit entfernt sind. (siehe Stansted - London, Hahn
- Frankfurt, Malpensa - Mailand usw.)
- höhere Produktivität, d.h. eine Low
Cost-Airline fliegt mit einem Fluggeräte eine
Strecke pro Tag ein- bis zweimal häufiger als
eine traditionelle Fluggesellschaft.
- die Billig-Fluggesellschaften setzen i.d.R. nur
einen Flugzeugtyp in ihrer Flugzeugflotte ein, dadurch
haben sie gegenüber einer Full-Service-Airline
wesentlich geringere Wartungskosten. (Quelle:
NZZ
online.at, "Die Stunde der Billigflieger:
Rasches Wachstum und keine Krise nach dem 11. September",
von Jens Flottau, 09.09.2002) Kommentar:
Auf den ersten Blick scheint der Verbraucher der
Gewinner dieses teilweise ruinösen Preiskampfes
zu sein, leider gibt es aber auch hierzu eine Kehrseite
der Medaille, auf die ich noch kurz eingehen möchte.
1.) In der EU wird Flugbenzin indirekt staatlich
subventioniert, so muß die Deutsche Bahn beispielsweise
Ökosteuer bezahlen, die Fluggesellschaften
dagegen nicht, somit trägt der nicht fliegende
Steuerzahler indirekt dazu bei, dass Flugtickets
für einen Apfel und ein Ei verscherbelt werden
können.
2.) Das Beispiel USA (dort gibt es schon seit 30
Jahren Billig-Fluggesellschaften) zeigt, dass bis
auf die Southwest Airlines alle weitere Low Cost
Airlines (in Amerika auch Cattle Carrier, Viehtransporter,
genannt) hoch verschuldet sind und teilweise nur
durch staatliche Subventionen den Flugbetrieb aufrecht
erhalten können.
3.) Von den Luftfahrtexperten wird jetzt schon eine
Pleitewelle unter den europäischen Billig-Fluggesellschaften
prognostiziert, da kann befürchtet werden,
dass durch weitere Einsparungen, die Flugsicherheit
auf der Strecke bleibt.
Als Beispiel sei hier der geplatzte Radreifens des
bei Eschede verunglückten ICE genannt, hier
wurde meiner Ansicht an der falschen Stelle gespart,
nämlich bei der Wartung.
(Alle
Angaben ohne Gewähr, für Hinweise über
falsche Angaben, freue ich mich über eine E-Mail
an: info@sellpage.de
)